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Mini-Implantat ersetzt Hornhaut-Spende

Shuo Li entwickelt an der ETH Zürich ein Hornhaut-Implantat, das kostengünstig im Labor hergestellt werden kann und Menschen ihre Sehkraft zurückgeben soll.

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Bei einer starken Schädigung der Hornhaut ist eine Transplantation oft die letzte Möglichkeit, das Augenlicht zu retten. Doch wie auch bei anderen Organen oder Geweben stehen weltweit zu wenige Spenderhornhäute zur Verfügung. Dies betrifft auch Menschen mit Keratokonus, einer fortschreitenden Augenerkrankung, bei der sich die Hornhaut ausdünnt und vorwölbt. Das führt zu stark verzerrtem Sehen und in vielen Fällen zum Verlust der Sehkraft.

Hydrogel-Implantat aus dem Labor

Pioneer Fellow Shuo Li von der ETH Zürich verfolgt einen ganz neuen Ansatz. Er entwickelt im Projekt Augel ein Hydrogel-Implantat, das die Eigenschaften und Funktionen des natürlichen Gewebes nahezu perfekt nachahmt. Das Mini-Implantat soll die Hornhaut stabilisieren und die Sehkraft des Patienten verbessern. Die vollständig synthetische, anpassbare und reversible Hornhaut kann im Labor hergestellt werden. Sie ist kostengünstig und wird minimalinvasiv unter Nutzung bewährter Lasertechnologien eingesetzt.

Erste Tests im Labor und an Tiermodellen verliefen vielversprechend. Nun will Li den klinischen Prototyp vollenden und den Start klinischer Studien vorbereiten, in denen die Methode am Menschen getestet werden soll.

Pioneer Fellowship Programm

Li wird im Rahmen des Pioneer Fellowship Programmes unterstützt. Das Programm ebnet Wissenschaftlern den Weg in eine unternehmerische Tätigkeit. Pioneer Fellows erhalten ein Stipendium von 180.000 Franken über 12 bis 18 Monate, zusätzlich zu umfassendem Mentoring und Ausbildung. Sie werden gemeinsam von der ETH Foundation und der ETH Zürich finanziert.

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